ACHTUNG Kollegen: „Integra Integrative Sozialarbeit e.V.“ . . .

Zum Artikel von Sidrid Hermann-Marschall:  hier

Berlin: Al Nur-Chef arbeitet mit Geflüchteten

„Integra Integrative Sozialarbeit e.V.“ hat Vorstandsvorsitzenden des Al Nur Trägervereins im Team

Berlin hat ein erhebliches Problem mit Salafisten und den Orten, an denen sie sich treffen. Nicht erst aus dem aktuellen Lagebild geht hervor, dass die Szene wächst:“Der Verfassungsschutz rechnet zurzeit 950 Berliner zur Salafisten-Szene.

Die Berliner Al Nur Moschee ist bundesweit bekannt als ein relevanter Veranstaltungsort, ebd.:

„Die salafistische Ideologie mit ihrem rigiden und antidemokratischen Koranverständnis entstand aber nicht in der Türkei, sondern in arabischen Ländern – als Spielart des Wahhabismus, der sich ab dem 18. Jahrhundert in Saudi-Arabien etablierte. Auch in Berlin wird die salafistische Ideologie daher meist in arabischen Moscheen gepredigt – etwa in der Al-Nur-Moschee.

Die Gebetsstätte im Neuköllner Gewerbegebiet ist eine der größten Moscheen Berlins und seit Jahren wichtiger Anlaufpunkt für Salafisten. Laut Studie sind mindestens gut 200 der vom Verfassungsschutz als Salafisten eingestuften Berliner regelmäßige Besucher der Al-Nur-Moschee.“

Die Moscheen sind meist so organisiert, dass Trägervereine hinter den Einrichtungen stehen (so auch in Berlin und bei dieser Moschee). Der Einschätzung, dass diese Vereine die Strukturen sind, die die Ausrichtung bestimmen, kann nur beigepflichtet werden

„Die Trägervereine der Gotteshäuser seien „das Rückgrat der salafistischen Infrastruktur in Berlin“, heißt es in der Analyse.

Diese Infrastruktur der Gegengesellschaft, seien es nun Muslimbrüder oder Salafisten, ist auch bereits relevant in andere städtische Strukturen eingeflochten. Das ist u.a. darauf zurückzuführen, dass die Personen, die hinter den Problemvereinen stehen, zu wenig öffentlich bekannt sind. Schaut man z.B. bei der Al Nur Moschee nach, so finden sich diese Herren:

Beim Vorstandsvorsitzenden der Al Nur, mit der Funktion benannt, bestünde sicher Konsens, dass er nicht mit Geflüchteten arbeiten sollte. Zu groß wäre die Gefahr, dass jene, die sich integrieren sollen, von einem solchen Funktionsträger in seine Gegengesellschaft, nicht jedoch in die Mehrheitsgesellschaft integriert werden. Aber natürlich wird bei derart ideologisch positionierten Personen dennoch die Ambition bestehen, weiteres Publikum, Anhänger und Gefolgschaft zu finden. Was liegt da näher, als sich in der Flüchtlingshilfe zu engagieren? Nicht als Al Nur Vorstandsvorsitzender, aber als Dr. Izeldin Hamad, Soziologe und Arabist?

Der Berliner Verein Integra ist ein Integrationsverein, der sich nach eigener Angabe den Hilfebedürftigen zuwendet:

„Der Verein wurde im März 2005 von Sozialarbeitern und Sozialpädagogen verschiedener kultureller Herkunft gegründet, die in Hilfeberufen langjährige Erfahrungen besitzen. Die Zielgruppe des Vereins wird wahrscheinlich überwiegend aus Menschen mit Migrationshintergrund bestehen. Hier wird besonderer Wert darauf gelegt, den Hilfedürftigen insbesondere ihren kulturspezifischen und sprachlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Dementsprechend beabsichtigt Integra e.V. die Kinder, die Jugendlichen und die Familien aus afrikanischen Ländern, dem arabischen Raum, Osteuropa, der Türkei und Kurdistan als Zielgruppe der Angebote zu definieren. U.a. wird der Verein im Besondern Angebote für gewaltbereite, delinquente und schuldistanzierte Kinder und Jugendliche bereitstellen.“

Der Verein ist mehrheitlich von Türkischstämmigen getragen.

Die Berliner Morgenpost stellt den Verein 2010 lobend heraus:

„Ein beachtlicher Erfolg, der nicht zuletzt den knapp 3700 Vereinen in der Stadt zu verdanken sein dürfte, die sich um soziale Belange kümmern. Viele haben speziell die Probleme von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Blick, so wie Integra. Der Verein für Integrative Sozialarbeit wurde 2005 von dem türkischstämmigen Sozialpädagogen Kazim Yildirim gegründet. […}Die meisten der 30 Mitglieder des Vereins arbeiteten gemeinsam mit dem Gründer schon jahrelang als Familienberater in dem von den Jugendämtern angebotenen Programm „Hilfe zur Erziehung“. Es sind Pädagogen, Therapeuten, Lehrer. Das Besondere: Beinahe alle haben selbst einen Migrationshintergrund, das Integra-Team spricht 17 verschiedene Sprachen, unter anderem Arabisch, Türkisch, Polnisch, Vietnamesisch und Rumänisch. (Info Morgenpost Artikel Integra-Team: hier)

In diesem Verein ist nun – nach eigenen Angaben dieses Vereins – unter seinem Namen, aber ohne Benennung seines „ehrenamtlichen Engagements“ der Vorstandsvorsitzende der Al Nur tätig:

Screen Shot 2018-01-21 at 12.08.28 PM.png

http://integraev.de/wp-content/uploads/2011/04/Hammad.pdf

Der Verein Integra hat seinem Namen also alle Ehre gemacht: Der Vorstandsvorsitzende einer der problematischsten Berliner Einrichtungen wurde ins Helfer-Team integriert. Man kann sich fragen, welche Honorare, sicherlich mindestens aber Aufwandsentschädigungen der Herr Dr. Hammad für seine Bemühungen erhält.

Dass der Verein über die Betätigungen Herrn Dr. Hamads nicht im Bilde ist, erscheint lebensfern. Dr. Hamad war bereits mehrfach (eher 2010) in der Presse, er ist wegen des ungewöhnlichen Namens leicht auffindbar.

Ob der Verein städtische Mittel für seine Arbeit erhält?
Nun, das ist zu klären.

Es bleibt die Frage, wie ein Verein, der nach außen hin sich um Hilfe u.a. für Flüchtlinge sorgt, Eltern berät, Kinder betreut, einer Person mit derart extremistischen Neigungen – er ist der rechtlich und ideologisch Verantwortliche für die Al Nur – den Zugang zu Kindern verschaffen kann. Immerhin wird seit längerem über ein Verbot des Vereins nachgedacht: https://www.bz-berlin.de/berlin/neukoelln/wird-die-al-nur-moschee-bald-verboten

Vielleicht wäre ein erster Schritt, mehr darauf zu achten, wen man in Berlin mit Geflüchteten arbeiten lässt und wen nicht. Herrschaften aus Vereinen, die im Verfassungsschutzbericht auftauchen und immer wieder z.B. durch das Abhalten einschlägiger Seminare zeigen, was sie von der Mehrheitsgesellschaft halten, zählen sicherlich nicht dazu.

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7.3. wieder Kick & Work 2018 =Ausbildungsangebote

Bereits zum vierten Mal findet im Stadion An der Alten Försterei Kick & Work – die Jobmesse mit sportlichem Charakter – statt.

Eine Vielzahl an Berliner Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen präsentieren dort ihre Praktikums- und Ausbildungsangebote und informieren über freie Jobs. Im vergangenen Jahr nahmen rund 40 Unternehmen an Kick & Work teil, darunter zahlreiche Fachbetriebe aus der Region aber auch die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) als großes städtisches Unternehmen sowie die Bundeswehr und die Berliner Polizei.

Für alle interessierten Gäste ist der Eintritt zur Messe frei. Für den Besuch von Gruppen wird zur besseren Planung und Auslastung der Messe um vorherige Anmeldung gebeten.

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DISKUSSION: Unser Problem mit Deutschkursen und Integration

Liebe Kollegen,
und wieder ein Beitrag zu unserer Diskussionsreihe. Missstände, die wir in unseren Begleitungen von Flüchtlingen und Asylsuchenden miterleben, müssen angesprochen werden. In diesem schonungslosen Artikel spiegeln sich unsere Erfahrungen wieder, was wir von Lehrern zu hören bekommen, aber auch selber mitbekommen. Selbstverständlich gibt es viele Flüchtlinge die sich bemühen, andere die trotz gutem Willen nur mit grossen Schwierigkeiten und mehrfachen Wiederhohlungen die deutsche Sprache erlernen. Aber, wie oft mussten wir einen Neustart anleiern, Lehrer, Jobcenter und Schulen anbetteln, um sie oder ihn einen Deutschkurs noch einmal wiederholen zu lassen. Eben weil . . . .

Null Bock auf Integration
Von Josef Ben Jakob. Zum Artikel hier

Nachdem ich viele Jahre Deutsche eine Fremdsprache gelehrt und dabei meistenteils sehr gute Erfahrungen gemacht hatte, wurde ich 2015 gebeten, erwachsene Migranten zu unterrichten, zuerst die berühmt gewordenen Einstiegskurse und später reguläre Integrationskurse. Seitdem habe ich mit mehreren hundert erwachsenen Teilnehmern zu tun gehabt. Im Lichte der in den Medien verbreiteten Meinungen über diesen Aspekt der Einwanderungspolitik möchte ich meine Erfahrungen nicht länger einer breiteren Öffentlichkeit vorenthalten. Sie sind anekdotisch, und ich erhebe nicht den Anspruch auf Repräsentativität, doch könnten meine Erlebnisse dem einen oder anderen mehr Klarheit über das Thema Integration verschaffen.

Zum ersten Einstiegskurs musste ich die Teilnehmer registrieren. Jeder erhielt ein Lehrbuch. Im Herbst 2015 durfte jeder kommen, so lange er den Status hatte und sich nicht an einer anderen Schule einschrieb. Am ersten Tag kamen an die 20 Teilnehmer, in den nächsten Tagen meldeten sich noch mehr an, aber schon nach einer Woche war die Gruppe auf ungefähr 12 geschrumpft. Nach zweien waren es nur noch 5 bis 7, die regelmäßig kamen.

Interessant ist auch, dass die Syrer zuerst wegblieben und dann die moslemischen Eritreer. Andere Einstiegskurse, die ich vertretungsweise unterrichtete, waren ähnlich. Die Teilnahme war sehr sporadisch. Ebenso war das Interesse am Lerninhalt wider Erwarten gering. Dafür war das Interesse an den vielfältigen Diensten, die zahlreiche Hilfsorganisationen während des Unterrichts bereitstellten (Essen, Fahrräder), umso größer.

Anfang 2016 liefen diese Maßnahmen aus, und ich begann Integrationskurse zu unterrichten. Sie dauern in der Regel neun Monate. Die Klassen bestehen typischerweise aus Syrern, Iranern, Eritreern und gelegentlich Osteuropäern. Pünktlichkeit kann man bei allen nicht erwarten. Es ist und bleibt ein Dauerthema. Man kann die Teilnehmer immer wieder darauf ansprechen, nur ganz wenige nehmen es zu Herzen.

Die große Mehrheit kommt aber innerhalb der ersten Stunde. Man stelle sich vor, dass alle Minute jemand an die Tür klopft, hereintritt und die Klasse lautstark mit Assalam Aleikum begrüßt. Sämtliche Kollegen berichten mir das gleiche aus ihren Klassen. Eine Handhabe, dem überaus störenden Missstand abzuhelfen, wird dem Lehrer nicht gewährt.

Wenn der Ramadan anbricht
Da Anwesenheitspflicht besteht, müssen die Teilnehmer täglich eine Liste unterschreiben. Kommen sie nicht, müssen sie einen Entschuldigungsvordruck ausfüllen. Dies wird viel und gerne genutzt, sich vom Unterricht zu entfernen. Auf den Vordrucken kann man die Begründungen lesen: Termin beim Jobcenter (der Klassiker), Kopfschmerzen, Müdigkeit, Besuch bei Verwandten. Leider setzt die zu dem Zeitpunkt noch mangelhafte Beherrschung der deutschen Sprache der Kreativität beim Finden von Gründen engere Grenzen.

Als ich eines Freitags einen Teilnehmer fragte, weshalb er denn gehen wolle, gab er den Moscheebesuch an. Aufgefordert eine Entschuldigung zu schreiben, weigerte er sich und gab wütend an, dass er dies doch für „Gott“ tue. Auch sonst müssen viele Teilnehmer freitags schon gegen 10.30 Uhr gehen, um rechtzeitig zum 13.30 Uhr stattfindenden Freitagsgebet in der Moschee gegenüber zu gelangen.

Irgendwann bricht dann auch der Ramadan an. Schon Wochen vorher beginnen die Schüler darüber zu jammern und fordern Mitgefühl ein. Wenn der Ramadan dann anfängt, bricht die Teilnahme massiv ein. Diejenigen, die trotzdem kommen, sind entweder lethargisch oder leicht reizbar. Arbeiten kann man mit ihnen nicht. Sie weigern sich und geben an, dass in ihrer Heimat während des Monats doch immer Ferien seien, und wie ich nur von ihnen erwarten könne, unter diesen Umständen etwas zu verlangen. Einmal beschwerten sich die Schüler, als ich mir ein Getränk mit in die Klasse gebracht hatte, wie ich vor ihnen nur trinken könne.

Anfangs war ich noch naiv und ließ während der Pausen meine Tasche und die Kursakte auf dem Lehrertisch liegen. Nach den Pausen fand ich dann entweder meine Tasche durchgewühlt oder die Anwesenheitsliste, die man aus der Akte genommen hatte, von der gesamten Klasse für die ganze Woche unterschrieben. Den Rest der Woche kamen nur noch wenige zum Unterricht.

Günstigste Führerscheine in Gera
Es gibt einige, die möchten wirklich gern lernen, bemühen sich, machen die Hausaufgaben und stellen intelligente Fragen. Bei der Masse hat man nicht dieses Gefühl. Häufig bekommt man gesagt, dass Deutsch doch so schwer sei und dass es doch so viel anderes zu lernen gelte. Bei Hausaufgaben hört man immer, dass doch nachmittags so viel zu tun sei. Und bei den meisten Übungen im Unterricht wird mir mitgeteilt, dass andere Klassen dies doch so nicht machten. Nun kennt man dies von Jugendlichen auch, doch hier handelt es sich wohlgemerkt um Erwachsene, die in Deutschland leben wollen.

Gern werden während des Unterrichts private Unterhaltungen auf Arabisch geführt. Diese sind so laut, dass sie sehr stören. Der Aufforderung, still zu sein, wird meist nicht Folge geleistet. Arbeitsanweisungen werden nicht beachtet. Ich muss jede mehrfach wiederholen. Auch dann noch gibt es mehrere Leute, die nacheinander (!) die letzte Arbeitsanweisung erfragen, da offensichtlich nicht zugehört wurde. (Auf die zahlreichen mehr oder weniger wichtigen Telefonate, die während der Unterrichtszeit geführt werden müssen, will ich hier nicht näher eingehen.)

Und doch frage ich gelegentlich nach, worum es bei den Privatgesprächen geht. So konnte ich erfahren, wo man am besten Drogen kaufen kann. Stolz wurde mir daraufhin ein Tütchen gezeigt. Ein anderer erzählte mir bei so einer Gelegenheit, dass man in der Stadt Gera in Thüringen am günstigsten Führerscheine ohne Prüfung „erwerben“ könne, für nur 2.500 Euro. Seine Mitschüler (80 Prozent sind wie immer Männer) waren ganz überraschend sehr interessiert. Wieder ein anderer berichtete mir, dass er ein Auto gekauft hätte und nun damit führe, auch ohne Führerschein. Eine Woche später hatte man ihn ertappt, und er musste eine nicht unbedeutende Strafe entrichten. Dies hielt ihn nicht davon ab, weiterhin mit dem Auto in der Schule zu erscheinen.

Kollegen berichten, dass es manchmal zu Schlägereien in den Klassen kommt. Einmal musste ich auch einer kleinen pensionierten Lehrerin beistehen, in deren Klasse es zu Handgreiflichkeiten gekommen war. Doch das ist eher die Ausnahme.

Die meisten waren zuvor Jahre in der Türkei
Von den Teilnehmern lasse ich mir auch immer erzählen, wie und warum sie nach Deutschland gekommen sind. Unter all den Hunderten habe ich zwei erlebt, deren Häuser durch Bomben zerstört wurden, was sie durch Fotos belegten. Alle anderen Syrer gaben an, bei Ausbruch des Krieges in die Türkei gegangen zu sein, da sie zuhause die Arbeit verloren hatten. Dort verbrachten sie mehrere Jahre, typischerweise 2011 bis 2015. Erst als sie von Frau Merkels Angebot hörten, machten sie sich auf den Weg nach Deutschland. Iraner reisen meist ganz direkt ein und Eritreer kommen auf Booten.

Die letzten 100 Stunden der Maßnahme heißen Orientierungskurs. In dieser Zeit lernen die Teilnehmer das politische und gesellschaftliche System Deutschlands kennen. Am Ende gibt es eine aus 33 Fragen bestehende Prüfung, bei der man 17 richtig beantworten muss, um zu bestehen. Die 33 Prüfungsfragen werden individuell aus 300 möglichen Fragen ausgewählt. Diese kann man leicht im Netz finden, beziehungsweise im Anhang des Lehrbuchs. All dies wird von der überwiegenden Mehrheit der Teilnehmer eines jeden Kurses als Einladung zum Nichterscheinen aufgefasst. Man kann die Fragen viel einfacher zuhause lernen. Der Kurs, der mit vielen interessanten Exkursionen verbunden ist, muss ja nicht besucht werden. Bestehen ist alles. Ähnliches berichten mir sämtliche Kollegen.

Die Arbeit mit den wenigen Verbliebenen erlaubt auch tiefe Einblicke, besonders beim Thema Drittes Reich. Regelmäßig werde ich von Syrern oder anderen Arabern gefragt, was wir Deutschen denn von Hitler hielten. Wenn ich dann sage, dass die überwiegende Mehrheit ihn als großes Unglück für unser Land und die Welt betrachte, wird mir mitgeteilt, dass sie (die Araber) doch ganz anders dächten. Sie hielten ihn für einen starken Mann und großen Herrscher. Wenn ich dann von den sechs Millionen ermordeten Juden spreche, wird mir gesagt, dass Hitler seine Arbeit an der Stelle nicht gut gemacht hätte, da es ja heute immer noch vier Millionen Juden in Israel gäbe.

Bakschisch für die Integration!
Vor den Abschlusstests (DTZ A2-B1) kommt große Nervosität auf. Einmal meinte ein Schüler, weil der Kurs und die Prüfung doch so stressig seien, müsse er doch erst einmal Urlaub in Malaysia machen. Sprach’s und verschwand. Oft bin ich im Vertrauen angesprochen worden, ob man die lästige Angelegenheit nicht „intern regeln“ könne, natürlich gegen gute Bezahlung. Bei den nicht allzu üppigen Lehrergehältern könnte man hier leicht versucht sein. Die letzte Klasse trieb es ärger. Da kam man gemeinschaftlich auf mich zu und bot mir pro Schüler 200 Euro an. Man bedenke die Klassenstärke von über 20!

Die Prüfungen selbst sind sehr unangenehm, da man ungeheuer auf der Hut sein muss. Zwei Aufsichtspersonen sind die ganze Zeit damit beschäftigt, Betrugsversuche dreister oder listiger Art abzuwenden. Oft müssten Teilnehmer des Raumes verwiesen werden. Als ich einmal einem Kollegen meinen Frust darüber klagte, meinte er, es sei doch alles nur halb so schlimm, solange niemand der Verwiesenen handgreiflich werde. Auf meine Nachfrage berichtete er von Fällen, bei denen gleich mehrere aufgesprungen seien und zuschlagen wollten, um dem so „zu Unrecht“ behandelten beizustehen.

Neulich suchte mich eine ehemalige Schülerin auf, um sich, was auch vorkommt, bei mir für ihren Kurs zu bedanken. Sie ist Ingenieurin, ihr Mann stand dabei. Ihr Gesicht war geschwollen, blaue Flecke, unter dem linken Auge eine große Platzwunde. Auf meine Frage hin sagte sie nur, dass es ihr nicht gut ginge.

Der Name des Autors ist ein Pseudonym. Um Schwierigkeiten für ihn zu vermeiden, sind wir in diesem Fall ausnahmsweise von unserer Praxis abgewichen, Beiträge möglichst nur mit Klarnamen zu veröffentlichen. Der Autor ist uns bekannt und seine Schilderung erscheint uns schlüssig und glaubwürdig.

Zum gleichen Thema hier ergänzende Veröffentlichungen anderer Medien:

ARD Fakt: 300 Millionen Euro für erfolglose Deutschkurse?

Waz.de: Duisburger Telc-Sprachkurs fällt komplett durch die Prüfung

Zeit.de: Bundesrechnungshof wirft Arbeitsagentur Verschwendung vor

Veröffentlicht unter AG F+M Deutschunterricht/Deutschkurse für Flüchtlinge und Asylsuchende - (منظمة لمساعدة اللاجئين و حقوق الانسان (تعليم اللغة الالمانية, Asylbewerber طالبي اللجوء, Aufklärung über den Islam, BERLIN, Treptow-Köpenick, Ehrenamtlich Flüchtlinge unterstützen helfen Berlin Köpenick, Flüchtlinge - اللاجئين, Gleichberrechtigung I د جندر مساوات I Gender equality I المساواة بين الجنسين, Vorbereitung Beruf

Alle Infos zur neuen AV Wohnen ab 01.01.2018

Zur Seite hier
Die Senatsverwaltung Integration, Arbeit und Soziales hat die AV Wohnen kräftig überarbeitet. Es sind nicht nur die Mietansätze erhöht, sondern auch zahlreiche Rahmenbedingungen angepasst und verbessert worden. Wir stellen alle wesentlichen Änderungen dar und fassen die neuen Miethöhen in Tabellen zusammen.

Anpassung der Grundbeträge

Das Offensichtlichste ist die Anpassung der Mietansätze nach oben:
Mietsaetze 2018

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Gerichtsurteil Flüchtling erzwingt Familiennachzug

Das Berliner Verwaltungsgericht verurteilte das Auswärtige Amt, einem 16-jährigen syrischen Flüchtling den Nachzug seiner Familie zu ermöglichen.

Ein richtungsweisendes Urteil zum Familiennachzug von minderjährigen Flüchtlingen ist nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios überraschend rechtskräftig geworden, weil das Auswärtige Amt eine bereits eingereichte Berufung zurückgezogen hat. Das Berliner Verwaltungsgericht verurteilt in seiner Entscheidung das Auswärtige Amt, einem inzwischen 16-jährigen Flüchtling aus Syrien umgehend den Nachzug seiner Eltern und Geschwister zu ermöglichen, obwohl ihm nur der subsidiäre, also eingeschränkte Schutz zuerkannt worden war.

Für diese Gruppe ist der Familiennachzug bis März 2018 ausgesetzt. Der Jugendliche kam im Sommer 2015 mit einem älteren Cousin nach Deutschland und zeigte dem Bericht zufolge früh deutliche Anzeichen einer schweren Traumatisierung. Sein Vormund Thomas Henke hat laut ARD mehr als zwei Jahre lang versucht, eine Härtefallentscheidung zu erwirken, wurde aber vom Auswärtigen Amt immer wieder abgewiesen. Die Richter erkannten darin nun einen schweren Verstoß gegen das Kindeswohl, das durch Grundgesetz, Europäische Menschenrechtskonvention und UN-Flüchtlingskonvention besonders geschützt sei.
Auswärtiges Amt hatte Berufung eingelegt

Das von Sigmar Gabriel geführte Auswärtige Amt hatte nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios erst vor wenigen Tagen Berufung gegen das Urteil eingelegt. Nachfragen bei führenden Sozialdemokraten hatten zu erheblicher Unruhe in der SPD geführt. In den Verhandlungen mit der Union wehrt sich die Partei gegen die Forderung, die Aussetzung des Familiennachzugs bei subsidiär geschützten Flüchtlingen zu verlängern.

Am Abend teilte Außenminister Gabriel dem ARD-Hauptstadtstudio mit, das Auswärtige Amt verzichte auf eine Berufung und ermögliche so, dass das Urteil rechtskräftig werde. In einem Interview für die Tagesschau erklärte er: „Wir haben als Sozialdemokraten immer gesagt, dass die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen von besonderer Bedeutung ist – wie wir überhaupt wissen, dass es natürlich schlecht ist, wenn Minderjährige hier ohne Eltern sind.“ CDU/CSU und Innenministerium hätten dazu häufig eine andere Auffassung vertreten. „Dass wir jetzt Klarheit bekommen, ist eine gute Geschichte.“ (kna)

Veröffentlicht unter Flüchtlinge - اللاجئين

Tanzen, Advent, Weihnachtsmann . . .

Zwei Schwestern aus Mazedonien von unserer AG F+M Tanzgruppe HEIMATSTERNE besuchten am zweiten Advent Profi’s von Berliner Balkantanzgruppen. Beide hielten sich wacker bei gar nicht so leicht zu erlernenden Schritten!

AG F+M Tanzmaedchen Heimatsterne Besuch BalkangruppeWeihnachtsmann

Zur grossen Freude der Mädchen gab es auch ein Geschenk vom Weihnachtsmann.

 

 

 

 

Veröffentlicht unter AG F+M Flüchtlinge Tanzgruppe HEIMATSTERNE فرقة نجوم الوطن للدبكات و الرقصات العربية و الكردية, AG F+M Tanzgruppe Flüchtlinge مجموعة الرقص والدبكات للاجئين, AG-F+M Arbeitsgruppe Flucht+Menschenrechte منظمة لمساعدة اللاجئين و حقوق الانسان, Asylbewerber طالبي اللجوء, Flüchtlinge - اللاجئين, Gleichberrechtigung I د جندر مساوات I Gender equality I المساواة بين الجنسين, Interkulturelle Veranstaltung Arbeitsgruppe Flucht+Menschenrechte (AG-F+M)

HEIMATSTERNE: Letzter Tanz im Freien – Abschied vom Sommer – bevor der Winter kommt

HEIMATSTERNE Oktober 2017: Jugendliche und Erwachsene – traditionelle Reihentänze aus Europa im Freien / Berlin, Germany

Ein letztes Mal tanzten wir im Freien traditionelle Reihentänze aus Europa. Wir hatten Glück, uns wurde ein wunderschöner Sonnenuntergang unter freiem klaren Himmel geschenkt.

Veröffentlicht unter AG F+M Flüchtlinge Tanzgruppe HEIMATSTERNE فرقة نجوم الوطن للدبكات و الرقصات العربية و الكردية, AG F+M Tanzgruppe Flüchtlinge مجموعة الرقص والدبكات للاجئين, BERLIN, Treptow-Köpenick, Ehrenamtlich Flüchtlinge unterstützen helfen Berlin Köpenick, Flüchtlinge - اللاجئين, Gleichberrechtigung I د جندر مساوات I Gender equality I المساواة بين الجنسين, Interkulturelle Veranstaltung Arbeitsgruppe Flucht+Menschenrechte (AG-F+M), Roma Rroma Rrom_nja, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF)

Last minute in den Herbst – Kursangebote der VHS Treptow-Köpenick

Werden die Abende kälter, wird es Zeit, sich vom Sommer zu verabschieden und das VHS-Programm intensiver zu studieren. Zwar haben viele Kurse bereits im September begonnen, interessante Angebote gibt es aber in Kürze dennoch.

So bietet der Bereich Politik und Zeitgeschehen die Kurse Das politische System der Bundesrepublik Deutschland (24.10.2017, Di, 18:00-19:30 Uhr, 1x, entgeltfrei Kursnummer: TK-1026-H) sowie Testament, Patientenverfügungen und Generalvollmacht (25.10.2017, Mi 18:00-19:30 Uhr, 1x, 5,00 € (2,55 € ermäßigt,) Kursnummer: TK-1500-H) an.

Darüber hinaus laufen in der ersten Herbstferienwoche zahlreiche neue Sprachkurse wie beispielsweise Französisch für den Urlaub auf Niveau A1.1 (Kursnummer TK-4205-H) oder aber auch Online-Kurse im Bereich Arbeit/Beruf/EDV wie Teams erfolgreich entwickeln und leiten – Onlinekurs (Kursnummer TL-5770) , Kosten- und Leistungsrechnung – Onlinekurs (Kursnummer TK-5644) oder auch Erfolgreich moderieren – Onlinekurs (Kursnummer TK-5715).

Gesundheitsbewusste Teilnehmer/-innen finden ein reichhaltiges Angebot an Kochkursen wie Eine kulinarische Rundreise durch Spanien (09.11.2017, Kursnummer TK-3835-H) oder Küchenlust statt Küchenfrust – ein Basiskurs (10.11.2017, Kursnummer TK-3763-H).

Bitte melden Sie sich rechtzeitig vor dem geplanten Start eines Kurses an!
Unsere Bereichsleiter/-innen beraten Sie zu den jeweiligen Sprechzeiten gern. In der zweiten Herbstferien-Woche (30.10. bis 03.11.2017) bleibt allerdings für eine kurze Pause die Volkshochschule geschlossen. Ab 06.11.2017 laufen alle im Programmheft und Internet ausgewiesenen Veranstaltungen und Kurse weiter.

Organisatorische Informationen erhalten Sie weiterhin stets unter Tel. (030) 90297 4055, Fax 030 90297 4050, http://www.vhs-treptow-koepenick.de, oder per E-Mail: anmeldung@vhstk.de sowie zu den Kassenöffnungszeiten.

Allen Besucherinnen und Besuchern der Volkshochschule Treptow-Köpenick wünschen wir eine schöne Herbstzeit!

Rückfragen: Bezirksamt Treptow-Köpenick, Telefon: (030) 90297-4055

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Studium: Infovortrag für Geflüchtete (11.10.2017, 17 Uhr, Raum 0110 TU Berlin)

11.10.2017, 17 Uhr, Raum 0110 im Hauptgebäude der TU Berlin

Mit der Veranstaltungsreihe „Wegweiser Studium“ beantwortet die Allgemeine Studienberatung der TU Berlin regelmäßig wichtige Fragen rund um das Thema Studium: Studieninteressierte erhalten einen Einblick in das Studienangebot der TU Berlin und bekommen Tipps zu ihrer Studienentscheidung.

Im Wintersemester 2017/18 bieten wir im Rahmen von Wegweiser Studium auch eine Informationsveranstaltung speziell für Studieninteressierte mit Fluchthintergrund an. Dabei werden Fragen beantwortet, wie: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Ausbildung und Studium? Sollte ich lieber an der Fachhochschule studieren oder an der Uni? Und was davon ist „das Beste“ für mich?
Wir geben einen Überblick über das deutsche Bildungssystem und zeigen, welche Möglichkeiten es an der TU Berlin speziell für Geflüchtete gibt.

Was? Infovortrag: Wie „funktioniert“ Studieren in Deutschland?

Wann? am 11.10.2017, 17 Uhr

Wo? Hauptgebäude der TU Berlin, Raum 0110
Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin

Für wen? Studieninteressierte mit Fluchthintergrund, Betreuer*innen, alle Interessierten

Das komplette Programm der Reihe Wegweiser Studium finden Sie hier: http://www.studienberatung.tu-berlin.de/wegweiser_studium

Weitere Informationen zu den Angeboten der TU Berlin für Geflüchtete: http://www.studienberatung.tu-berlin.de/in2tu

Veröffentlicht unter Abschlussorientierte Qualifizierungen mit integrierter Sprachförderung, Flüchtlinge - اللاجئين, Studium fuer Fluechtlinge/Studieren/Universitaten, Vorbereitung Beruf

DEUTSCHKURSE für Geflüchtete ohne Zugang zu Integrationskursen (Entgeltfrei)

Aktuelles Angebot für Geflüchtete ohne Zugang zu Integrationskursen.

TK-6831-H Altstadt-Kietz
Deutschkurs für Geflüchtete – Erstorientierung – Alltag in Deutschland
A1.1/A1.2
Lehrbuch: wird im Kurs bekannt gegeben.
Kinga Hazay · Musikschule „Joseph Schmidt“ · Freiheit 15 · 2 x Mo bis Fr 9.30 bis 13.30 Uhr · 4. bis 15.9.17 · entgeltfrei · 50 UE · 15-18 Plätze

TK-6851-H – Baumschulenweg
Deutschkurs für Geflüchtete – Erstorientierung 5 – Alltag in Deutschland
Lehrbuch: wird im Kurs bekannt gegeben.
entgeltfrei
Alina Singer · VHS · Baumschulenstraße 79-81 · 2 x Mo bis Fr 10.00 bis 14.15 Uhr · 4. bis 15.9.17 · entgeltfrei · 50 UE · 15-18 Plätze

TK-6861-H- Altstadt-Kietz
Flüchtlingskurs 38.4 – A2.1
Lehrbuch: wird im Kurs bekannt gegeben.
Eva Hügel; Dr. Bernd Gottberg · Mittelpunktbibliothek Alter Markt · Alter Markt 2 · 7 x Mo 10.00 bis 13.15 Uhr; 6 x Di/Do/Fr 10.00 bis 13.15 Uhr · 4.9. bis 17.10.17 · entgeltfrei · 100 UE · 15-18 Plätze · ♿

TK-6871-H -Baumschulenweg
Deutschkurs für Geflüchtete – Erstorientierung – Alltag in Deutschland – A1.1/A1.2
Lehrbuch: wird im Kurs bekannt gegeben.
Wolfgang Trost; Elvira Kamlah · VHS · Baumschulenstraße 79-81 · 2 x Mo bis Fr 13.30 bis 17.30 Uhr · 4. bis 15.9.17 · entgeltfrei · 96 UE · 15-18 Plätze

TK-6841-H-Baumschulenweg
Flüchtlingskurs 35.2 – A1.2
A1.1/A1.2
Lehrbuch: wird im Kurs bekannt gegeben.
Lidia van den Brandt; Adam Kirchner · VHS · Baumschulenstraße 79-81 · 7 x Mi 13.30 bis 16.45 Uhr; 6 x Di/Do/Fr 13.30 bis 16.45 Uhr · 5.9. bis 18.10.17 · entgeltfrei · 100 UE · 15-18 Plätze

Veröffentlicht unter AG F+M Deutschunterricht/Deutschkurse für Flüchtlinge und Asylsuchende - (منظمة لمساعدة اللاجئين و حقوق الانسان (تعليم اللغة الالمانية, AG-F+M Arbeitsgruppe Flucht+Menschenrechte منظمة لمساعدة اللاجئين و حقوق الانسان, Asylbewerber طالبي اللجوء, Flüchtlinge - اللاجئين, Solidarität statt Ausgrenzung – Flüchtlinge willkommen!