Im Allende II staut sich der Unmut wegen Demonstrationen – Flüchtlingsheimbewohner fühlen sich bedroht

Im Allende II staut sich der Unmut
Laut vieler Bewohner finden zu viele Demonstrationen statt, ob nun gegen oder für das Flüchtlingsheim. Es herrsche einfach zu viel Unruhe, noch dazu mitten in der Weihnachtszeit.

Im Salvador-Allende-Flüchtlingsheim (Allende I), in direkter Nachbarschaft zum Allende II Viertel, herrscht weiterhin große Verängstigung und Beklemmung.

Gegen die Flüchtlingsheimbewohner in unserem Bezirk, welche wir vor Rassismus schützen müssen, fand unlängst wieder eine Demonstration statt.

Die Demonstranten gegen das geplante Flüchtlingscontainerdorf Allende II zogen direkt am Flüchtlingsheim im Allende I Viertel vorbei, mit „Ausländer raus“ – und noch schlimmeren Parolen.

Wegen der aufgeputschten, rechtslastigen und ausländerfeindlichen Stimmung im Allende II Viertel,  und den andauernden Unruhen und Demonstrationen stehen die Asylbewerber und Flüchtlinge im Allende I Heim in der Salvador-Allende-Straße unter ständiger Anspannung. Sie fühlen sich bedroht.

Hin und herfahrende Polizeiwagen, Nachrichten über Gewalt und Hetze, rassistische Bemerkungen gegen Flüchtlingskinder auf dem Schulhof (wo deutsche Kinder die Demonstranten oder ihre Eltern nachahmen) lassen die Asylbewerber und Flüchtlinge im Allende II Heim in der Salvador-Allende-Straße nicht mehr zum aufatmen kommen.

Es wird Zeit das diese Menschen vor Rassismus und Diskriminierung klarer geschützt werden, z.B. durch ein Verbot von Demonstrationen an Flüchtlingsheimstandorten und der direkt anliegenden Umgebung.

Aber Deutschland verfehlt es eindeutig seiner Verpflichtung nachzugehen und Menschenrechte zu schützen, und gesetzlich verankert dafür zu sorgen das die Menschenwürde von Flüchtlingen und Asylsuchenden nicht angetastet wird.

Mit dem Recht auf Meinungsfreiheit argumentierend werden vom deutschen Staat auch weiterhin Genehmigungen für Demonstrationen erteilt welche direkt vor Flüchtlingsunterkünften stattfinden und sich letztendlich gegen geflüchtete und asylsuchende Menschen richten.

Eine gesetzliche Regelung das Flüchtlingsheime über geplante Demonstrationsrouten, welche an ihrem Haus vorbeiziehen, informiert werden müssen, befindet sich auch noch im Dornröschenschlaf.

Flüchtlingsheime werden deshalb oft von Demonstrationen überrascht und können sich und Ihre Anwohner nicht adäquat auf diese als Notsituation empfundene und Panik bereitende Situation vorbereiten.

Auch sollte man Menschenrecht mit dem von Deutschland interpretierten Recht auf Meinungsfreiheit vergleichen um zu bemerken das die Balance einfach nicht stimmt wenn man beide Rechte auf die Waagschale legt.

Wenn Recht auf Meinungsfreiheit in Deutschland bedeutet das man zulässt das Menschen bedrohlichem, rassistischem und diskriminierendem Verhalten ausgesetzt werden dürfen – obwohl es eindeutig verhindert werden kann durch die Nicht-Genehmigung von Anti-Ausländer bzw. Anti-Flüchtlingsheim Demonstrationen direkt vor Ort der Heime und Unterkünfte, dann wird es wirklich Zeit sich darüber Gedanken zu machen,  und was zu tun.

Klick hier für AG-F+M Standpunkt Bericht über die Demonstration vor Flüchtlingsheim Allende I

 

 

 

 

 

 

 

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