Ältere Menschen auf der Flucht: Die besondere Situation älterer Flüchtlinge

Ältere Menschen auf der Flucht

Die besondere Situation älterer Flüchtlinge Bei einer alternden Weltbevölkerung wird davon ausgegangen, dass auch der Anteil der älteren Flüchtlinge zunehmen wird. Als „ältere Menschen“ bezeichnet UNHCR alle Personen über 60, wobei bei dieser Definition auch Faktoren wie lokale kulturelle Normen und Lebenserwartung berücksichtigt werden. Schon im Jahr 2000 fielen 8,5 Prozent der Flüchtlinge, die von UNHCR betreut werden, unter diese Kategorie. In manchen Fluchtsituationen jedoch waren bis zu einem Drittel der Flüchtlinge Menschen über 60.

Herausforderungen und Bedürfnisse

Ältere Flüchtlinge gehören bei Naturkatastrophen und Kriegen zu jenen, die besonders gefährdet sind. Schon die Strapazen einer Flucht bergen für ältere Flüchtlinge viele zusätzliche Herausforderungen. Doch auch im Flüchtlingslager stehen sie vor vielen Hindernissen: Ältere Menschen mit körperlichen Beschwerden können die Registrierungsstellen nicht erreichen, weil diese zu weit weg sind oder weil das lange Anstehen in einer Schlange zu käftezehrend ist. Das gleiche Problem besteht bei Versorgungsstellen für Nahrung, Wasser und medizinische Hilfe. Ungünstig gestaltete Unterkünfte können die Bewegungsfreiheit von körperlich eingeschränkten Flüchtlingen stark einschränken. Viele leiden auch unter chronischen Krankheiten, die in einer Fluchtsituation nicht behandelt werden können, weil es an Geld fehlt oder die Medikamente nicht zu erwerben sind.

Verantwortung und Unterstützung

Oftmals empfinden sich ältere Flüchtlinge als Belastung für ihre Umgebung. Dabei können sie für ihre Familien und die Flüchtlingsgemeinschaft eine große Entlastung und Unterstützung darstellen: Sie betreuen zum Beispiel Kinder, wodurch ihre Eltern arbeiten gehen können. Ältere Menschen können in Fluchtsituationen ihren Familien und der Gemeinschaft mit ihrem Wissen, ihrem Know-how und ihrer Erfahrung beistehen – zum Beispiel mit dem Wissen über (Alternativ-) Medizin oder Ernährung. Auch ihre Widerstandsfähigkeit und ihre traditionelle Stellung in Gemeinschaften können für Zusammenhalt und einen positiven Austausch mit anderen Gemeinschaften, zum Beispiel mit der lokalen Bevölkerung, sorgen

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