ASYLMONOLOGE IN GRÜNAU

Theateraufführung „Asylmonologe“ und Ausstellungen
20.03.2015 ab 18:00 Uhr
Friedenskirche Grünau, Eibseestraße, 12527 Berlin

Seit Beginn dieses Schuljahres ist die Grünauer Schule nun auch offiziell Mitglied im Schulnetzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
Auf dem Sommerfest wurde der Schule durch Thomas Guthmann, Mitglied der Landeskoordination Berlin von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, das Siegel verliehen.
„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein Projekt von und für SchülerInnen. Es bietet ihnen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten und bürgerschaftliches Engagement zu entwickeln. Es ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland, dem rund 1.500 Schulen angehören (Stand: Juni 2014) die von über einer Million SchülerInnen besucht werden.
Das Netzwerk wendet sich gegen alle Ideologien der Ungleichwertigkeit. Es beschäftigt sich deshalb gleichermaßen mit Diskriminierungen aufgrund der Religion, der sozialen Herkunft, des Geschlechts, körperlicher Merkmale, der politischen Weltanschauung oder der sexuellen Orientierung.
Als Mitglied in diesem Netzwerk verpflichtet sich eine Schule aktiv gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule einzutreten, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekte und Aktionen zum Thema durchzuführen.
Als Pate für dieses besondere Projekt konnte die Schule den „Mellowpark“ gewinnen, in Gestalt von dem Projektleiter Jens Werner.

Am 20.03.2015 führt die Grünauer Schule zum wiederholten Male den jährliche Projekttag mit benannten Themen und Inhalten durch. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1-10 haben auch in diesem Jahr die Möglichkeit, an verschiedenen, teilweise jahrgangsübergreifenden, Workshops teilzunehmen, die an außerschulischen Lernorten und am Ort Schule stattfinden werden.

Zum Abschluss des Projekttages wird in der Friedenskirche Grünau das Theaterstück „Asylmonologe“ aufgeführt.

Gemeinsam mit der Evangelischen Kirche Bohnsdorf – Grünau ist es der Schule gelungen, vermittelt und koordiniert durch die Kulturagentin Carolin Berendts, dieses anspruchsvolle Stück nach Grünau zu holen, welches schon an vielen Bühnen in der ganzen Republik erfolgreich aufgeführt wurde.
Mit dieser Produktion orientiert sich die „Bühne für Menschenrechte“ an den Worten von Martin Luther King, jr., für den menschlicher Fortschritt weder automatisch noch unausweichlich ist und jeder Schritt hin zu Gerechtigkeit, Opfer, Leid und Kampf verlangt.
Die „Asyl-Monologe“ erzählen von Ali aus Togo, von Freunden liebevoll „Präsident“ genannt, Felleke aus Äthiopien, der erst willensstark Abschiebeversuche verhindern muss, um dann einen Menschenrechtspreis überreicht zu bekommen, und Safiye, die nach Jahren der Haft in der Türkei und einer absurden Asylablehnung sich für das Lebensbejahenste überhaupt entscheidet: sie schenkt einem Sohn und einer Tochter das Leben.

Im Vorfeld der Aufführung können in der Kirche Ausstellungen besucht werden. Sie beschäftigen sich mit den Themen „Reichsprogromnacht am 09. November“ sowie „Asyl ist Menschenrecht“.
Im Anschluss findet eine moderierte Gesprächsrunde statt, dort wird über die Situation für Flüchtlinge vor Ort und im Allgemeinen diskutiert.
Die Ausstellungen können ab 18:00 Uhr besucht werden, die „Asylmonologe“ beginnen um 19:00 Uhr.
Es wird kein Eintritt erhoben, Spenden sind sehr erwünscht!

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