Hungerstreik der Flüchtlinge in der Notunterkunft Sporthalle FEZ von L.I.T.H.U. Management

Seit heute sind über 200 Geflüchtete, die seit dem 20 November 2015 in der Notunterkunft in der Sporthalle vom FEZ untergebracht wurden, im Hungerstreik.

Sie wollen sich Gehör schaffen da sie bis heute nicht als Asylbegehrende registriert wurden. Nur mit der Registrierung erhalten die neuangekommenen Asylbewerber ihr Starterpacket, unter anderem Krankenscheine und Taschengeld.

Sie wollen endlich Information wann die Busse von LaGeSo kommen werden um sie zur Registrierung abzuholen. Und sie wollen nicht mehr warten.

Die Betreiber der Notunterkunft, Ehepaar Krause L.I.T.H.U. Management gGmbH, informierten die Flüchtlinge letzten Mittwoch das sie nicht wüssten wann die Busse kommen würden.
Laut den Geflüchteten sagte das Ehepaar den Bewohnern der Notunterkunft das die Busse eventuell in einer Woche, einem Monat, oder sechs Monaten kommen würden.

Daraufhin entschlossen sich die Geflüchteten der NUK FEZ geschlossen am darauffolgenden Tag, am 3.Dezember, zur LaGeSo Bundeslallee zu gehen, wo aber im Gegensatz zur LaGeSo Turmstrasse nur mit Terminen empfangen wird. Die LaGeSo Busse bringen allerdings neuangekommene Asylbegehrende die in Notunterkünften untergebracht wurden und ein „weisses Armband“ tragen zur Registrierung in die Bundesallee.

LaGeSo Bundesallee rief die Polizei, welche die Ansammlung zur U-Bahn zurückzwang. Vertreter der Asylbegehrenden aus der NUK FEZ hatten aber ein Gespräch mit dem Projektleiter der LaGeSo und informierten diesen über die schlechte Situation in der Notunterkunft des Betreibers L.I.T.H.U. Management gGmbH.

„Die Situation in der Notunterkunft ist sehr sehr schlecht, wir werden vom Betreiber arrogant behandelt. Wir können unsere Bekleidung nicht waschen weil es keine Waschmaschinen gibt – und wir haben kein Geld um die Fahrkarten zu zahlen, um zB. zum Waschcenter zu fahren. Für die Waschmaschinen die wir dort zahlen müssen haben wir auch kein Geld.

Seit fast einer Woche gibt es kein warmes Wasser , wir müssen unsere Kinder in der Kälte mit kaltem Wasser waschen, manchmal gibt es kein Licht.

Es fehlt an Bettbezügen, an Decken, an Hygieneartikel.
Ehrenamtliche brachten uns gestern Spenden, seitdem haben wir Hygieneartikel.

Wir haben Kranke die keine ärztliche Behandlung erhalten weil wir keine Krankenscheine haben“. Sind die Beschwerden der Geflüchteten.

Der Sozialdienst der LaGeSo Bundesallee hatte am Freitag um eine Liste der besonders Schutzbedürftigen gebeten, welche mit der Registrierung vorgezogen werden sollen.

Bis heute hat L.I.T.H.U. Management gGmbH keinen Sozialarbeiter eingestellt. Eine Ehrenamtliche wurde als sogenannte Heimleitung/Sozialarbeiterin eingestellt. Diese schmiss am Freitag frustriert Aufgrund der unhaltbaren Situation und aus Überforderung das Handtuch.

Artikel in der TAZ:Kein Weg durchs Chaos
Weil sie seit Wochen ohne Geld auf ihre Registrierung warten, machen sich 200 Flüchtlinge aus einer Turnhalle auf den Weg zum Lageso. Erfolg haben sie nicht.

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