Union Hooligans verprügeln Flüchtlingskinder von Tanzgruppe Heimatsterne und drohen mit Totschlag

Zwei minderjährige Flüchtlinge hatten diesen Sonntag Tänze aus Ihrer Heimat im FEZ vorgeführt und befanden sich auf dem Weg nach Hause.

Weitere Kinder und Jugendliche von Tanzgruppe Heimatsterne, alle zwischen 9 und 17 Jahre alt, fuhren zum Glück in eine andere Richtung.

Als die zwei Jungs, begleitet von drei Mädchen mit Migrationshintergund, an der Tramstation Bahnhofstrasse/Lindenstrasse,  im tiefsten Osten von Berlin-Köpenick auf die Tram warteten, wurden sie von erwachsenen alkoholisierten Deutschen angepöbelt, mit ihrem Leben bedroht, und angegriffen.

Auf die Frage „Seid ihr Asylanten“ antwortete der 15 jährige Junge, der schon ein bisschen Deutsch sprechen und verstehen kann, mit „Ja“.

„Ihr scheiss Asylanten – wenn ihr nicht aus Deutschschland abhaut schlagen wir Euch tot“ waren die Worte von einem Dutzend „Deutschen“.

Die FC Union Fans, behangen mit Schals und Mützen,  wurden schnell handgreiflich, obwohl die Kinder und Jugendlichen schüchtern zur anderen Seite schauten und so taten als hätten sie nichts verstanden.

Die beiden Jungs wurden – ohne das diese irgendwas getan haben oder überhaupt weiter auf die Drohungen antworteten – geschlagen.  Der 15-Jährige wurde von mehrern Erwachsenen, deutschen Männern mit grauen Haaren, (oder Glatze) zu Boden geschlagen.

„Es kamen immer mehr, sie schlugen immer wieder auf die beiden Jungen ein, sie wollten auch uns an den Kragen, aber hatten es vor allem auf den 15-Jährige abgesehen der schrie und wimmerte, aber sie hörten nicht auf“ sagte eines der Mädchen die später wegen Schock ins Krankenhaus gefahren wurden. Die Jungs wurden in ein Krankenhaus für Kinder gebracht.

Laut den Opfern stiegen aus zwei vorbeifahrenden Autos weitere Unionfans aus und schlugen den 15-Jährigen der schon auf dem Boden lag, stiegen wieder ein – und fuhren weiter.

Die Polizei kam mit drei Streifenwagen zügig zum Tatort, konnte aber nur noch zwei der Täter aufnehmen.

Die anderen hatten sich in die Bar „Hangover“ zurückgezogen,  als sie sahen das die Polizei kam.

Bezirksamt Treptow-Köpenick
Verdacht der fremdenfeindlichen Beleidigung – Polizei sucht Zeugen
Das Bezirksamt Treptow-Köpenick möchte auf eine Pressemitteilung der Berliner Polizei aufmerksam machen. Nr. 1037 – Verdacht der fremdenfeindlichen Beleidigung – Polizei sucht Zeugen Am vergangenen Sonntagabend kam es an der Straßenbahnhaltestelle Bahnhofstraße Ecke Lindenstraße in Köpenick nach dem Fußballspiel 1. FC Union Berlin gegen 1. FC Heidenheim zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen, wobei drei Beteiligte verletzt wurden. Auslöser sollen fremdenfeindliche Aussagen von Alkoholisierten gegenüber einer Gruppe jugendlicher Asylsuchender gewesen sein.

Die Kriminalpolizei fragt:
Wer hat die Tat beobachtet oder Foto-/Videoaufnahmen gemacht?
Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise zum Geschehen geben?
Hinweise nimmt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes unter der Telefonnummer (030) 4664 – 953 300 bzw. 953 316 und per E-Mail an lka533@polizei.berlin.de oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

http://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.468918.php

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